Jahresabschlussfliegen 2010 an der Radspitze

Jungs und Mädels,

die Bäuche waren gefüllt, das Portemonnaie ist nach wie vor leer und wenn ich auf die Wettervorhersage vom 26.12.2010 für Sylvester am Nordhang sehe, bekomme ich jetzt Tränen in die Augen statt nervöse Füße!

Nachdem wir 2008 und 2009 jeweils ein wirklich tolles Jahresabschlussfliegen an der Radspitze durchführen konnten, wird es wohl 2010 auch so kommen. Wenn dann jemand erscheint. Das mit dem Abschlussfliegen am Nordhang sei uns wieder nicht gegönnt. Wobei wir auch ca. 110 cm Schnee haben und es somit kein Zuckerlecken gewesen wäre vom Bahnhof rauf zu laufen.

Also heisst es 2010 wieder, wer mag ab an die Radspitze! Bitte morgen den Chat beobachten. Es gibt noch keine Zeitplanung. Ich denke ab um 11.00 oben am Startplatz. Allen die erscheinen können viel, viel Spaß!

Bitte macht FOTOS!

Hier nochmal das Wetter wie es sich die Woche verhalten hat.

NORDHANG

Wettervorhersage vom 26.12 für den Nordhang

Wettervorhersage vom 26.12.2010 (Nordhang)

Wettervorhersage vom 27.12 für den Nordhang

Wettervorhersage vom 27.12.2010 (Nordhang)

Wettervorhersage vom 28.12 für den Nordhang

Wettervorhersage vom 28.12.2010 (Nordhang)

Wettervorhersage vom 29.12 für den Nordhang

Wettervorhersage vom 29.12.2010 (Nordhang)

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Wettervorhersage vom 30.12.2010 (Nordhang)

Bis dahin heisst es Daumen drücken und warme Unterwäsche besorgen. Wir empfehlen übrigens 2 lagige Handschuhe mit Wärmepacks!

RADSPITZE

Wie sieht es denn eigentlich an der Radspitze für den Sylvestertag aus?

Wettervorhersage vom 28.12 für die Radspitze

Wettervorhersage vom 28.12.2010 (Radspitze)

Wettervorhersage vom 29.12 für die Radspitze

Wettervorhersage vom 29.12.2010 (Radspitze)

Wettervorhersage vom 30.12 für die Radspitze

Wettervorhersage vom 30.12 (Radspitze)

Achtung – Mentales Training – Wochenendseminar verschoben

Mentales Training ist Probehandeln!  Dies ist das Credo von Reiner Rose, dem segelfliegenden Vater des OLC und Initiator des Mentaltrainings im Segelfliegen.

Das Wochenendseminar wird, soweit nicht anders vereinbart, in einem Tagungshotel östlich von Nürnberg am Rand der Fränkischen Schweiz durchgeführt. Es stehen dort Räume zur Verfügung die mit modernster Technik ausgestattet sind.
Die Veranstaltung beginnt am Freitag um 18.00 Uhr und endet mit einem gemeinsamen Mittagessen am Sonntag.

Die Teilnehmerzahl muss aus didaktischen Gründen auf 10 Personen beschränkt werden, da sehr viel in Kleinstgruppen gearbeitet werden wird und am Sonntagmorgen eine Einzelbetreuung durchgeführt wird.

Den Themen-Schwerpunkte, wie z.B. Wettbewerbsflug, allgemeiner Streckenflug  oder auch das Training von Basics, wird an die Wünsche des jeweiligen Kurses angepasst. Dies gilt ausdrücklich alles auch für Drachen- und Gleitschirmpiloten.

So wie mir Reiner per Mail mitgeteilt hat, musste der geplante Januar Termin kurzfristig auf den 25-27. Februar 2011 (Themenschwerpunkte Strecken- und Wettbewerbsflug) verschoben werden. Wer Interesse hat mitzukommen kann sich bei mir oder direkt bei Reiner melden.

Über Sinn des mentalen Trainings brauchen wir nicht zu diskutieren. Wer einen Erfahrungsbericht einer Toppilotin zu diesem Seminar lesen möchte, empfehle ich die Ausführungen von Anja Kroll.



Im Weiteren gibt es einen Bericht in der kostenlosen Mitgliederzeitschrift des DHV dem DHV Info Nr. 160 zu genau diesem Seminar. Für Mitglieder des DHV besteht die Möglichkeit sich dieses Magazin im PDF Format auf den heimischen Rechner zu laden. Hier der Link.

Reflex-Schirme

Wegen des derzeit steigenden Interesses bei vielen Piloten, aber auch aus aktuellem Anlass (tödlicher Unfall Wojtek Hewig) möchte ich nachfolgend ein paar Infos zu Reflex-Schirmen geben:

Disclaimer

Dieser Artikel dient der Information und ist keine Aufforderung einen Reflex-Schirm zu fliegen. Wer es trotzdem tut, sollte sich umfassend informieren und dann wissen, was er tut.

Ausführliche Infos…

…findet man auf der Seite des PAP-TEAM Germany.

Warum?

Eigentlich gibt es nur einen Grund (für Motorschirmpiloten) einen Reflexschirm fliegen zu wollen:  Er fliegt deutlich schneller. 50 km/h mit offenen Trimmern und 65 und mehr km/h (je nach Schirm und angehängter Last) mit zusätzlichem Beschleuniger. Da man mit dem Motorschirm oft bei Windstärken von 30-40 km/h fliegt (Höhenwind), ist ein Flug gegen den Wind mit einem „normalen“ Schirm relativ sinnlos. Es gibt zwar spezielle Motorschirme z.B. Sting von Powerplay, die mit offenen Trimmern auch ca. 50 km/h fliegen, dies wird aber mit Stabilitätsverlust erkauft. Und auch dann benötigt man gegen den Wind zuviel Zeit (Sprit) für zu wenig Stecke. Mit 65 km/h kommt man gegen einen 40 km/h-Wind immerhin mit 25 km/h vorwärts, zurück sind es dann gigantische 105 km/h!!!

Technologie

Grob gesprochen ist bei einem Reflex-Profil die Hinterkante des Schirms nicht nach unten, sondern (bei offenen Trimmern) nach oben „gebogen“. Bei geschlossenen Trimmern (Start, Steigflug, Landung) ist es ein „normaler“ Schirm, der wie üblich gesteuert wird. Ggf. fühlt er sich dann etwas weicher und instabiler an.
Das bei offenen Trimmern nach oben gezogene Profil stellt eine Art Höhenruder dar und stabilisiert den Schirm zusätzlich. Es funktioniert ähnlich wie die Stabilisierung durch Anbremsen, allerdings mit Steigerung der Geschwindigkeit statt einer Verlangsamung. Durch das „Höhenruder“ kann der Schirm nicht mehr nach vorne „schießen“ und liegt „autostabil“ in der Luft. Zusätzlich kann nun noch der Beschleuniger getreten werden, was den Schirm nochmals um ca. 15 km/h schneller macht.

Euphorie

Geht man unvoreingenommen an die Sache heran, stellt sich Begeisterung ein. Auf den ersten Blick ist dieser Reflexschirm der Stein der Weisen. Er startet und landet wie ein normaler Schirm, fliegt viel schneller und das auch noch bei mit der Geschwindigkeit steigender Stabilität. War man früher für 15 Kilometer oft genug eine Stunde und mehr unterwegs, ist man nun in weniger als einer halben Stunde dort. Ganz zu schweigen vom Rückweg (<10 Minuten)! Das Steigern der Stabilität durch Öffnen der Trimmer und speziell (danach!) durch Treten des Beschleunigers ist spürbar und sehr beeindruckend.

Probleme

Zuerst einmal gibt es ein psychologisches Problem. Mit dem Öffnen der Trimmer verschwinden die Bremsgriffe unereichbar nach oben. Das Verlängern der Bremsen wäre fatal, da bremsen in diesem Fall das Reflex-Profil zerstört und den Schirm destabilisiert. Immer, auch bei Turbulenzen, ohne Bremsen in der Hand (gelenkt wird mit kleinen Schlaufen, die per Hilfs-Leine die Stabis herunter ziehen) zu fliegen, ist schwer gewöhnungsbedürftig.

Zweitens muss man die Sache etwas technischer angehen. Es gibt Trimmerstellungen für den Start, für den Normal- (und Steig-) flug, welche für schnelles Fliegen und solche für die Landung. Und man darf den Beschleuniger nur bei geöffneten Trimmern treten. Man hat also immer mal etwas einzustellen. Fast wie in einer Boeing 🙂

Und dann ist da noch das immer über einem schwebende Damoklesschwert eines Klappers. Da das Profil so extrem stabil ist, klappt es nicht. Oder? Nobody knows… Seit 5 Jahren fliegen immer mehr von den Dingern rum aber es gibt keine Erfahrungen mit Klappern. Was aber würde passieren, wenn irgend jemand in extreme Turbulenzen (Lee, Böen) gerät und das Profil doch zum Klappen bringt? Es ist leicht auszurechnen, dass dann die Post abgeht. Und das alles ohne irgendeine Bremse zum Gegensteuern, Pumpen etc. in der Hand. Wojtek Hewig hat es geschafft (mit speziellen Klappleinen) und ist nun tot.

Fazit

Man kann nach Wojteks Unfall sagen (und das werden die meisten Piloten nun tun, wenn sie den Unfall überhaupt mitbekommen haben) man soll den Schirm nicht künstlich klappen und in der Praxis klappt er nicht. Man kann auch sagen: So eine Kiste fliege ich nicht. Beides ist wohl ok. Der Unfall ist möglicherweise eine direkte Folge der bisher fehlenden deutschen Zulassung, für die es nötig ist, nachzuweisen, dass sich der Schirm nach Klappern selbstständig wieder öffnet (Wojtek wollte dies anscheinend nachweisen). Die deutsche Zulassung (in letzter Zeit gab es Tendenzen dazu) ist nun sicher wieder in die Ferne gerückt.

Möglicherweise gibt es für sehr schnelle Motorschirme aber keine Alternative. Wenn man einen solchen Schirm fliegt, sollte man dies sicherlich nur mit Motor (also viel Gewicht) tun und sich wirklich immer (was eigentlich für alle Gleitschirmpiloten gilt) fern von Lee und Turbulenzen halten!

Und sich der Problematik der fehlenden deutschen

Zulassung

bewußt sein. Z.B. die DHV-Versicherungsbedingungen sagen aus, dass der Versicherungsanspruch erlischt, wenn der Versicherungsfall auf das Fehlen der Zulassung zurückzuführen ist. Dies könnte man so interpretieren, dass zum Beispiel ein Pilotenfehler ja nichts mit der fehlenden Zulassung zu tun hat. Ob das die Vericherung im Schadensfall dann auch so sieht, habe ich noch nicht recherchieren können, es ist zumindest fraglich.

Live XC – ein Erfahrungsbericht

Wie bereits im Leitartikel Live XC – die Familie fliegt jetzt mit! erwähnt wurde, existiert auch eine deutsche Live XC Seite, welche vom DHV XC Admin Team bereit gestellt wird.

Diese basiert im wesentlichen auf der international schon länger aktiven Seite des Leonardo Live Teams.

Ich hatte die Möglichkeit das Ganze etwas am Boden zu testen. Der erste Eindruck ist….. : das macht Spaß und oben drein macht es Sinn! Aber nun im Einzelnen.

Die hier verwendetet Hard- und Software:

Als Hardware wird hier ein iPhone 3GS verwendet. Für die Realisierung der Datenübertragung zum Live XC Servers im Internets benutze ich eine sogenannte Datenflat. Aus dem Leitartikel Live XC – die Familie fliegt jetzt mit! wissen wir bereits, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt seine aktuellen Bewegungskoordinaten an den Live XC Server zu übermitteln. Vom GPS Vario per Bluetooth ans Handy und weiter per SMS, bzw. per GPRS, EDGE , 3G etc. direkt vom Handy aus. Sprich im Wesentlichen werden die Daten immer per GSM Netz zum Tracker Server gesendet. Nur das Übertragungsverfahren ist unterschiedlich. Das heisst wiederum, kein GSM Netz – kein Live Tracking. Alternativ zur Benutzung des GSM Netzes käme noch der Einsatz von diversen Funklösungen im UHF, VHF oder KW Band in Frage. Dies soll hier aber nicht weiter diskutiert werden. Also zurück zum Setup.

Auf dem von mir eingesetzten Handy läuft als Software – Livetrack24lite von freethinker aus der Schweiz. Der Entwickler ist selber Gleitschirmpilot. Livetrack24lite ist also eine GPS-Tracking-App die vom Gleitschirmpilot für Gleitschirmpiloten entwickelt wurde. Diese Anwendung kann neben dem Einsatz beim Fliegen jedoch auch bei anderen Aktivitäten genutzt werden kann. So können z.B. verschiedenste Transportmittel im Menu Einstellungen (SettingsTraveling via) ausgewählt werden. Beispiele hierfür wären z.B. Wandern, Autofahren, Mounten Biken etc. Das Live XC System erkennt die Symbolik dazu und zeigt dies dann auch an wie die Person sich fortbewegt.

Nach dem Starten der Anwendung meldet sich die Software mit dem Startbildschirm.

Livetracker24lite - BegrüßungLivetracker24lite - HauptbildschirmLivetracker24lite - HöhenlinieLivetracker24lite - History

Zu Beginn muss im Menü Einstellungen (Settings) folgendes eingestellt werden:

Welchen Tracker Server Du benutzen willst (Leonardo Live, Leonardo Test oder DHV Live XC), Dein dortigen Benutzernamen und das dazu gehörige Passwort. Im Weiteren kannst Du den Herstellers des benutzten Fortbewegungsmittels, den Markennamen und das Model eingeben. Ist die Anwendung über das Menu Einstellungen (Settings) eingestellt, ist es auch schon betriebsbereit.

Schalte den Live Tracker mit On/Off an, beachte den GPS Empfang über die Genauigkeit und schon sendet das System die ersten Datenpackete ins Internet. Du kannst auf dem Hauptbildschirm jederzeit sehen wieviele Pakete bereits an den Tracker Server übermittelt wurden. Auch die horizontale und vertikale Genauigkeit des GPS Signals wird angezeigt.

Es stehen nützliche Untermenüs wie Kartendarstellung, History, Einstellungen und Info zur Verfügung.

Nach dem Du Dein Ziel erreicht hast wird der Tracker mit der On/Off Taste wieder deaktiviert. Hierzu sind im Menü Einstellung (Settings / Final Message) extrem hilfreiche Auswahlen möglich. Die „finale Nachricht“ wird kurz bevor das System aufhört Pakete an den Tracker Server zu senden an der Server geschickt, um Beobachtern mittzuteilen wie es einem geht. So stehen z.B. verschiedene finale Nachrichten zur Auswahl: Alles OK, brauche Rückholer, brauche Hilfe – nichts gebrochen, brauche Hilfe – vielleicht etwas gebrochen oder HILFE – ernsthaft verletzt.

Die neueste Version unterstützt auch Lufträume. Diese Funktion kann als Zusatzmodul erworben werden. Wer Interesse an dieser nicht kostenlosen, aber auch nicht teuren App hat, bekommt diese hier im App-Store.