Liga-Pilot Jan-Philip Rebhan im GSVR-Portrait

Wir nehmen das Ende der diesjährigen offiziellen DHV-XC-Gleitschirm-Saison zum 14. September als Anlass die Ergebnisse unseres Vereins zu veröffentlichen und es ist an der Zeit unser erfolgreichstes Vereinsmitglied, Jan-Philip Rebhan, in einem Piloten-Portrait vorzustellen.

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Liga-Pilot Jan-Philip Rebhan

Der 1988er Jahrgang aus Marienroth im Landkreis Kronach hat mit gerade mal 8 Jahren angefangen zu Fliegen. Seit er volljährig ist hat er die Lizenz zum Fliegen. Das Talent scheint ihm also in die Wiege gelegt worden zu sein. Kein Wunder, denn sein Vater, Hans-Jürgen Rebhan, ebenso GSVR-Mitglied, ist zugelassener Gleitschirmfluglehrer und leidenschaftlicher Pilot wie sein Sohn. Mittlerweile fliegen beide Performance-Schirme (LTF-D), sind Tandem- und Motorschirmpiloten und ein gutes Team, das sich gegenseitig motiviert und voneinander lernt. Jan-Philip wird zur Zeit von der Firma GSD Software gesponsert.

Hier klicken um sein Pilotenprofil beim DHV zu lesen.


DIE HARTEN FAKTEN ZU JAN-PHILIP

  • Seine aktuellen Erfolge
  • Seine Ausrüstung
    • Schirm: Ozone EnZo 2 „S“
    • Gurtzeug: Ozone Exoceat
    • Vario/GPS: Compass C-Pilot & Bräuniger Compeo

JAN-PHILIPS BISHER GRÖSSTE ERFOLGE

  • Gewinner der Junior Challenge in Greifenburg, Österreich (2007)

  • Platz 2 beim Schmittenpokal in Zell am See (2014, Sportklasse)

  • Platz 3 bei den Bayerischen Meisterschaften in Bad Hindelang (2007)

  • Platz 7 in der nationalen Platzierungsliste der deutschen Gleitschirmliga (2014)

  • Platz 16 in der dt. Gleitschirmliga (vorläufiger Endstand 2015)

  • Zuletzt hat Jan-Philip Ende August an der French Open 2015 teilgenommen.
    Hier kann man die Berichterstattung lesen. Wir gratulieren zur Landung im guten Mittelfeld!


  • Auch in unserer Vereinswertung und beim internen Streckenpokal hat Jan-Philip Trophäen geerntet

GSVR-ERFOLGE DER SAISON 2015

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  • 2. Bundesliga: Platz 75 von 157

  • GSVR-Streckenflugpokal (interne Vereinswertung): Ehrung und Übergabe durch unseren Sportwart wieder zur Weihnachtsfeier


JAN-PHILIP IM GSVR-INTERVIEW

Beschreibe doch bitte kurz die grundlegenden Wettkampfaufgaben. Wo liegen die Herausforderungen?

Wir bekommen von einem Meetdirector eine Aufgabe vor dem Start mitgeteilt. Diese setzt sich aus unterschiedlichen Wegepunkten zusammen, die vorher von unserem Taskcomittee & Safetycomittee ausgesucht worden sind und mit verschiedenen Schwierigkeiten (Talquerungen, Wegepunkte im Tal oder gegen den Wind) gespickt sind. Die Hauptaufgabe besteht darin, sich vor dem Start die beste Position zu sichern und dadurch über die gesamte Renndistanz ziemlich hoch und am besten unter den ersten die Aufgabe zu fliegen.

Wonach wählst du die Austragungsorte der Wettbewerbe aus? Welche Pläne hast du für die nächsten Jahre?

Die Planung der Wettkämpfe der dt. Liga setzt unser Ligachef mit Absprache des PWC fest. Normalerweise versuche ich wenn das zeitlich möglich ist alle angesetzten Wettkämpfe zu fliegen. Es hat sich gezeigt, dass uns das Wetter oft einen Strich durch die Rechnung macht und wir nur wenige Läufe erzielen. Ich habe mich für 2016 für den ein und anderen Worldcup angemeldet. Es steht aber noch in den Sternen, ob ich da auch genommen werde und mitfliegen darf.

Was motiviert dich? Wie sehr ist für dich neben guter Ausrüstung auch das innere Empfinden wichtig für deinen Erfolg?

Motivation erhalte ich in erster Linie von meiner Frau und meinen beiden Kids. Natürlich auch von meinen Kollegen hier und in der dt. Liga. Gute Ergebnisse am Ende eines Wettkampfs oder auch schon ein super Lauf ist dann beim Wettkampf die beste Motivation, dies zu wiederholen bzw. noch zu verbessern. Beim Wettkampffliegen ist besonders wichtig, dass du dich nicht von anderen „Dingen“ ablenken lässt. Eine Krankheit oder Unwohlsein kann schon einen Unfall mit Folgen nach sich ziehen.

Worauf bist du besonders stolz? Was war dein schönstes Flugerlebnis und warum?

Auf den „Nachwuchs“ in meinem Heimatverein, auf das entgegengebrachte Vertrauen von Freunden, Bekannten sowie der Familie. Es gibt viele schöne Dinge, die ich erzählen könnte…. Tandemfliegen mit meiner Frau oder auch im Wettkampf ein 180KM FAI Dreieck 🙂 – um 2 Sachen mal gesagt zu haben.

Welche persönlichen Ziele hast du für die Zukunft?

Weiter am mir arbeiten, kleine oder auch größere Fehler abstellen, Fehlentscheidungen vermeiden und mich stets verbessern.

Wie kriegst du Familie, Job und deine Hobbies unter einen Hut?

Das frag ich mich auch manchmal, aber es funktioniert. 🙂

Wie sehr hat dein Vater dich und deinen Flugstil geprägt und Einfluss auf dich?

Sehr. Es gibt nur wenige, die wissen was im Wettkampf wichtig ist und worauf es ankommt. Er gibt mir als Außenstehender Tipps wie ich fliegen könnte und wir diskutieren über seine und meine Entscheidung und nehmen die beste. Und er holt mich immer auf den Boden der Tatsachen zurück.

Du bist im deutschen Flachland groß geworden. Wo besteht der Unterschied beim Fliegen im Vergleich zu den Bergen? Gibt es Vorteile gegenüber reinen Bergfliegern?

Der Hauptunterschied sind erstmal die Berge. Im Flachland ist das „Obenbleiben“ und weitere Strecken zu fliegen in der Hinsicht schwieriger, weil wir nur die Wolken haben, die die Thermik anzeigen. Im Gebirge gibt es trotzdem mal einen Prallhang, an dem schön nach oben gedreht werden kann oder eine Bergkette, die im Geradeausflug abgeflogen werden kann. Gefahren gibt’s natürlich auch mit Talwindsystemen, die es im Flachland auch gibt, aber nicht so ausgeprägt wie in den Bergen. Die Flachlandflieger so sagt man, können besser in schwachen Bedingungen fliegen als Bergflieger…. vielleicht gibt es ein paar. Du solltest aber als Pilot beides können und deine Stärken ausbauen.

Wo möchtest du gerne mal fliegen?

Ein großer Traum von mir ist einmal in Rio de Janeiro über den Zuckerberg zu fliegen.

Und noch eine Frage zum Schluss: Hast du Tipps für die anderen Piloten aus unserem Verein?

Fly safe und have fun… Natürlich auch immer an sich arbeiten, sich verbessern und sich so viel Input holen wie möglich.

Danke für das Interview!


Wir sind stolz, Jan-Philip in unserem Verein zu haben und wünschen für seine weitere Zukunft alles Gute, noch mehr Höhenflüge, Erfolg und always happy landings.

Fly high, touch the sky!

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